Google-Boykott der Werbekunden trifft Youtuber

Wer keinen Adblocker installiert hat wird täglich mit Werbung von Google konfrontiert. Werbebanner von Lieferdiensten zur Mittagszeit oder herzergreifende Videospots vor Weihnachten. Das Internet hat sich zumindest in den jüngeren Zielgruppen als Werbemedium Nummer 1 etabliert. Dabei wird die Werbung zunehmend personalisiert um genau die Person zu erreichen für die das Produkt gedacht ist. Wenn sich ein 20-jähriger Videos von Hass- oder Gewaltvideos anschaut und dabei Werbung von McDonalds präsentiert bekommt ist dies zumindest für den Werbetreibenden nicht akzeptabel. Seit dem publik werden mehrere solcher Fälle im Februar 2017 nimmt der Google-Boykott von Werbekunden immer weitere Ausmaße an.

Werbekampangen eingestellt

Mehrere hundert Werbekunden, darunter renommierte Marken wie McDonalds, Pepsi, Volkswagen oder Johnson & Johnson, haben ihre Werbung auf Youtube und dem GDN eingestellt und distanzieren sich öffentlich.

Johnson & Johnson has decided to pause all YouTube digital advertising globally to ensure our product advertising does not appear on channels that promote offensive content. We take this matter very seriously and will continue to take every measure to ensure our brand advertising is consistent with our brand values.

Dabei ist es quasi zu einer Kettenreaktion gekommen. Firmen stellen lieber im Vorfeld ihre Kampagnen ein als ihre Spots vor extremistischen Propagandavideos laufen zu lassen.

Youtuber melden Umsatzrückgänge

Als logische Konsequenz aus dem Rückgang an Werbebuchungen entsteht jedoch auch ein Rückgang an Werbeeinblendungen. Während AdSense noch nicht in vollem Umfang betroffen ist melden sich die ersten Youtuber und berichten von massiven Umsatzeinbußen für ihre Videos. Fatal für viele die sich mit Youtube selbstständig gemacht haben und nun feststellen müssen, dass ihre Einnahmen teils um 85% eingebrochen sind.

Quellen: